Das Bauchhirn

The Power of Balance by

ALAAYA Munich

aktiviere dein Selbstheilungspotenzial

_____________________________________________

Join My Mailing List

Copyright München 2018 (Munich Germany)

 

Tao Yoga, Tai Chi, Qi Gong, Meditation

 

 

International Tao Academy

seit 2000

 

Warum Tao Yoga-Das Bauchhirn

interessante Informationen und Fakten

 

Sowohl im Tao Yoga Basis, als auch in verschiedenen Aufbaukursen aktivieren wir den Körper, die Organe, die Drüsen und das Bauchhirn.

 

Als Bauchgehirn bezeichnet man das Nervensystem (etwa 100 Millionen Zellen) des Magen-Darm-Traktes. Dieses so genannte enterische Nervensystem (Enterisches Nervensystem) ist sehr komplex und kann Informationen seiner Sensoren selbst bearbeiten und in Eigenregie kontrollieren.

 

  • Das Bauchgehirn als „Meister aller Klassen“

 

Fragen Sie einen Bauchchirurgen nach dem Bauchgehirn, wird er antworten, dass er noch keines gesehen hat. Es ist immerhin unumstritten, dass es etwas in unserem Bauch gibt, das - von uns unbemerkt - ähnlich wie ein Gehirn funktioniert. Vermutungen darüber, dass es das Verdauungssystem in seiner Gesamtheit sein könnte, werden von wenigen Neurobiologen bestätigt. Auch wenn es umstritten ist: vielleicht trägt das Gedärm entscheidend zu Gesundheit und Immunkraft bei und verfügt sogar über ein eigenes Hirn, das Bauchgehirn, womit umgangssprachlich die neuronale Struktur der Bauch- und Darmregion in Abgrenzung zum ZNS (Kopfgehirn und Rückenmark) und dem peripheren Nervensystem gemeint ist.

 

  • Einige Bemerkungen zur Anatomie und Physiologie des Darmes

 

Dünndarm und Dickdarm sind zusammen acht Meter lang. Beide schleusen in Kooperation mit dem Magen im Laufe eines Lebens einige Tonnen Nahrung durch den Verdauungstrakt. Bei der Verdauung helfen dem Darm etwa zwei Kilogramm nützliche Bakterien, die aus sehr verschiedenen Bakterienarten bestehen. Nicht nur das: Auch fünfundachtzig Prozent aller körpereigenen Abwehrzellen haben ihren Sitz im Darm und schützen so unseren Organismus vor Infektionen. Also ist der Darm auch unser größtes Immunorgan: Es ist nicht verwunderlich, dass Funktionsstörungen des Darmes nicht selten zu Hauterkrankungen und zu Stimmungsschwankungen führen können. Erfahrene Pflegekräfte "begreifen" daher die Haut auch als "Spiegel der Seele", und kennen auch den Begriff "Giftküche Darm" als Synonym des Abweichens von der "physiologischen Norm" (Balance) des Darmes. Naturheilkundler raten dann zu einer "Darmreinigung", nicht selten mit gutem Erfolg.

 

  • Das Bauchgehirn ist ganz einfach da

 

Menschliche Handlungen können - mal mehr, mal weniger bewusst - ganz spontan durch das Bauchgehirn beeinflusst werden. Der Zustand der Bauch- und Darmregion wirkt auf die Selbstwahrnehmung und die Emotionen einer Person und kann so auf deren Denken Einfluss nehmen. So sagt man, Einfälle, geniale Ideen und auch Geistesblitze kämen oftmals "aus dem Bauch heraus". Wer es versteht, diese emotionale Kompetenz mit der Leistung seines Geistes zu vernetzen, hat es im Leben leichter. "Höre auf deinen Bauch" - heißt es in Managementkursen (Haller).

 

  • Ist das Bauchgehirn eine Kopie des Hirns?

 

Das Bauchgehirn ist eigentlich eine Kopie des Gehirns, meinen einige Forscher, denn die Zelltypen und Rezeptoren des Magen- Darmtraktes seien identisch mit denen des Gehirns und kommunizieren miteinander über ihre eigenen Botenstoffe (Serotonin und Dopamin). Ferner besteht eine Nervenstrangverbindung zu der Großhirnrinde und somit zum limbischen System, unserem Emotionszentrum im Gehirn. Das Bauchgehirn scheint auch somatische Marker zu besitzen, die uns für gewisse Dinge ein "Vorgefühl" geben, es sendet Informationen vom Bauch an das Großhirn und ist somit auch für Stimmungen und Emotionen von Bedeutung (emotionale Kompetenz). Das enterische Nervensystem verfügt demnach auf chemischer und neuronaler Ebene über Ähnlichkeiten mit dem Gehirn. Das Gehirn unterscheidet sich jedoch insbesondere durch den hohen Grad seiner neuronalen Komplexität sowie durch deren funktional klar unterschiedene Nutzung, insbesondere für Kognition (also, grob gesagt: Denken, Emotionsverarbeitung und Bewusstsein) und Motorik, sowie die Verarbeitung von Sinnesdaten und deren Bewusstmachung.

 

  • Wie erleben wir das Bauchgehirn?

 

Umgangssprachlich wird unbewusst auf das Bauchgehirn durch folgende Äußerungen verwiesen: "Kribbeln im Bauch", "auf den Magen geschlagen", das "Schmetterlingsgefühl" im Bauch, oder es werden "Entscheidungen aus dem Bauch heraus" getroffen. Einfach so dahin gesagt? N E I N – denn dahinter stecken eigenes Erleben und untrügliche Erfahrungen. Das kann jeder ältere Mensch bestätigen, denn er nimmt tagtäglich diese "stille Kompetenz" die uns das Bauchgehirn vermittelt, unbewusst in Anspruch.

 

Forscher sehen in Fehlfunktionen des ENS die Ursache für verbreitete Leiden, wie Reizdarm und Morbus Crohn, also ein Abweichen von dem "guten Gefüh"" im Bauch.

 

Es gibt Autoren (gelesen bei Lucak, in Geo 11/2000) die überzeugt sind: "Das zweite Gehirn ist ein Überlebensgarant für Leib und Seele". Praktiker in der Krankenpflege können dieses nur betätigen, denn sie wissen aus Erfahrung, dass der Körper früher reagiert als das Bewusstsein.

 

Beweise für die Existenz des Bauchgehirns lassen sich finden, denn "das darmeigene Nervensystem arbeitet selbständig: Schneidet man etwa ein Darmstück heraus ..., legt es in Nährlösung, bleibt es funktionsfähig" (Büssem, Modern Times 19.Feb. 2006).

 

Pathologen (Pathologie) bestätigen, was Krankenschwestern und Krankenpfleger aus der Praxis kennen: Der Magen-Darm-Trakt arbeitet nach dem Tod sogar noch 24 Stunden lang weiter.

 

  • Der Bauch – ein Seismograf der Seele

 

Nicht nur das: Wir wissen, dass bei großen Bauchoperationen der Patient schon unter der Operation eine Periduralanästhesie zusätzlich zur Allgemeinnarkose (Narkose) braucht. Muss da außerhalb des ZNS noch etwas anderes betäubt werden? Ja! Es ist das Enterische Nervensystem (ENS). Umgangssprachlich sprechen wir auch vom "gesunder Menschenverstand", vom "sechsten Sinn" oder eben vom "Bauchgehirn".

 

Das "Bauchgehirn" ist Teil des über den Nervus vagus mit dem Gehirn verbundenen parasympathischen Nervensystems (ENS). Es enthält mehr als 100 Millionen Neuronen, ist somit umfangreicher als das Rückenmark. In der Neurobiologie besteht Gewissheit darüber, dass über den Nervus vagus das Gehirn über die Situation nicht nur im Darm, sondern auch in den anderen Organen und über den Zustand des Immunsystems informiert wird. Das Bauchgehirn" regelt die Darmmotorik und die Verdauung. Es enthält 90 % afferente (zum Gehirn hinführende) neuronale und 10 % efferente (vom Gehirn zum Darm führende) Verbindungen.

 

Das erklärt auch, warum Patienten nach Darmoperationen über Übelkeit und Inappetenz klagen. Gastroskopisch findet man dann eine reaktive Antrum- und Korpusgastritis (Gastritis).

 

Infos: dokcheck.com